Aktuelle Änderungen der Bio-Verordnung (EG) Nr. 889/2008

am 17.12.2019 wurde im Amtsblatt der Europäischen Union die Durchführungsverordnung (EU) 2019/2164 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008  veröffentlicht.

 

Anbei die wichtigsten Änderungen im Überblick, die Details dazu finden Sie unter folgendem Link:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32019R2164&qid=1581675176017&from=DE

 

Ergänzung folgender Düngemittel (Änderung Anhang I der Bio-Verordnung (EG) Nr. 889/2008)

  • Muschelabfälle
    -> Nachweis, dass diese aus nachhaltiger Fischerei oder aus Bio-Aquakultur stammen muss vorliegen!
  • Eierschalen
    -> Nachweis, dass diese nicht aus industrieller Tierhaltung stammen muss vorliegen!
  • Humin- und Fulvinsäuren
    -> nur aus anorganischen Salzen/Lösungen außer Ammoniumsalzen oder aus der Trinkwasseraufbereitung.
  • Pflanzenkohle
    -> Bestätigung muss vorliegen, dass für die Herstellung nur unbehandelte pflanzliche Stoffe verwendet wurden bzw. diese nur mit in Anhang II  der Bio-Verordnung (EG) Nr. 889/2008 aufgelisteten Produkten  behandelt wurde.
    ->Das Analysezertifikat (Höchstwert von 4 mg polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) pro kg Trockenmasse)  darf nicht älter als 2 Jahre sein.

 

Ergänzung folgender Pestizide (Änderung Anhang II der Bio-Verordnung (EG) Nr. 889/2008)

  • Maltodextrin
  • Wasserstoffperoxid
  • Terpene (Eugenol, Geraniol und Thymol)
  • Natriumchlorid
    -> Alle Verwendungen zugelassen, außer als Herbizid.
  • Cerevisan
  • Pyrethrine aus anderen Pflanzen als Chrysanthemum cinerariaefolium

Ergänzung folgender Futtermittel/-zusatzstoffe (Änderung Anhang VI der Bio-Verordnung (EG) Nr. 889/2008)

  • Guarkernmehl als Futtermittelzusatzstoff
  • Edelkastanienholzextrakt als sensorischer Zusatzstoff
  • Betainanhydrat für Monogastriden
    -> nur natürlichen oder biologischen Ursprungs.

 

Ergänzung folgender Lebensmittelzusatzstoffe/Verarbeitungshilfsstoffe (Änderung Anhang VIII der Bio-Verordnung (EG) Nr. 889/2008)

  • Glycerin als Feuchthaltemittel in Gelatinekapseln und zur Beschichtung von Filmtabletten
  • Bentonit als Verarbeitungshilfsstoff
  • L(+)-Milchsäure und Natriumhydroxid als Verarbeitungshilfsstoff zur Extraktion von Pflanzenproteinen
  • Tarakernmehl als Verdickungsmittel
  • Hopfenextrakt und Pinienharzextrakt in der Zuckerherstellung.

Zusätzlich dazu wurde festgelegt, dass Tarakernmehl, Lecithine, Glycerin, Johannisbrotkernmehl, Gellan, Gummi arabicum, Guarkernmehl und Carnaubawachs ab dem 01.01.2022 nur mehr aus biologischer Produktion eingesetzt werden dürfen.

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